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Feuerverzinkung

Zink ist der Rohstoff für die Feuerverzinkung. Dieses bedeutende Korrosionsschutzverfahren entdeckte der französische Chemiker Malouin 1742, als er erstmals Stahl durch Eintauchen in flüssiges Zink vor Rost schützte.
 
Heute versteht man unter der Feuerverzinkung das Eintauchen von vorbehandelten Stahlteilen in geschmolzenes, flüssiges Zink. Im 450 Grad heissen Zinkbad bildet sich ein Überzug, der in den unteren Schichten aus einer Verbindung der Metalle besteht (Eisen-Zink-Legierung) und darüber in der Regel eine Reinzinkschicht aufweist.
 
Für einen optimalen, jahrzehntelangen Korrosionsschutz müssen die zu verzinkenden Teile zuerst entfettet werden. Anschliessend wird in einer Beize die Metalloberfläche gründlich gereinigt. Mit einem Flussmittel wird das Metall für den Verzinkungsvorgang vorbereitet. Die getrockneten Werkstücke werden schliesslich im Zinkbad mit einer zirka 60 - 100 My dicken Zinkschicht überzogen.
 
Die schützende Zinkschicht gelang im Zinkbad auch an Stellen, die durch Malen oder Spritzen nie erreichbar wären: Schweissnähte, Nischen, Löcher und Hohlräume - sowohl aussen als auch innen. Selbst eine kleine Verletzung der Zinkschicht ist ohne Risiko, da sich das umliegende Zink für den Stahl an dieser Stelle sozusagen "opfert" (kathodische Schutzwirkung).
 
Zink hat die Eigenschaft, bei der Reaktion mit Wasser und feuchter Luft Deckschichten (vorwiegend aus Zinkkarbonat) zu bilden, die ihrerseits den Schutz des Zinks übernehmen. Diese Deckschichten werden durch Einwirkungen von Säuren, wie sie in verschmutzter Luft vorkommen, langsam abgetragen. Im Mittel beträgt der jährliche Zinkabtrag (in millionstel Millimeter): etwa 2 My bei ländlicher Luftqualität, 4 My bei Stadtluft und 12 My bei Industrieluft.
 
Die Schichtdicke und die Umwelteinflüsse sind die Parameter, welche die Schutzdauer von verzinktem Metall bestimmen. Während ein durchschnittlich verzinktes Metall in Landluft gegen 50 Jahre vor Rost geschützt bleibt, beträgt die Schutzdauer für dasselbe Metall in Industrieluft nur gute zehn Jahre.
 
Der überzeugenste Vorteil der Feuerverzinkung heisst Wirtschaftlichkeit. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist allen anderen Korrosionsschutzsystemen bei weitem überlegen. Wirtschaftlichkeit bedeutet mehr als nur die Preise für einen Erstschutz miteinander zu vergleichen. Obwohl auch da Feuerverzinken den Vergleich mit Anstrichsystemen nicht zu scheuen braucht! Aber erst die Gesamtkosten, d. h. die Erst- und Wartungskosten im Verhältnis zur Schutzdauer zeigen, wie wirtschaftlich Feuerverzinken wirklich ist.

Weltweit werden jährlich mehr als 25 Millionen Tonnen Stahl durch Feuerverzinkung vor Korrosion geschützt. Allein in der Schweiz sind es jedes Jahr mehr als 100'000 Tonnen, dies entspricht dem Gewicht von 2'200 vollbeladenen Eisenbahnwagen..

Grundsätzlich lässt sich alles feuerverzinken: ob Kleinteile wie Schrauben oder tonnenschwere Grosskonstruktionen. Die wichtigsten Einsatzgebiete für Feuerverzinkung sind Industriebau, Wohnungsbau, Verkehrswesen, Maschinen- und Anlagenbau sowie Befestigungstechnik.
 
Die zeitgenössische Architektur setzt feuerverzinkten Stahl auch immer häufiger als ästethisches Element ein. Die zeitlose Funktionalität wirkt gerade auch in Verbindung mit anderen Materialien besonders gut.
 
Last but not least ist feuerverzinkter Stahl besonders umweltfreundlich, denn er ist 100prozentig wiederverwertbar. Es spricht alles dafür, den einzigen Nachteil des Werkstoffes Stahl, nämlich dass er rosten kann, durch Feuerverzinkung auszugleichen. Und so unsere wertvollen Ressourcen zu schonen.
 
Feuerverzinktes Metall kann jedoch durch eine zusätzliche Farbbeschichtung noch dauerhafter vor Korrosion geschützt werden.
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